zurück zum Inhalt


2. Grundsätzliche Überlegungen zu Internationalen Begegnungen

2.1 Interkulturelles Lernen

Ziel jeder Internationalen Begegnung ist vor allem Interkulturelles Lernen. Vereinfacht gesprochen heißt das, dass die Schülerinnen und Schüler fremden Menschen einer anderen Kultur begegnen und dabei die Andersartigkeit des Lebens und Arbeitens im Gastland erfahren. Sie sollen die wahrnehmbaren kulturellen Unterschiede und Ähnlichkeiten analysieren, verstehen und dabei ihre eigenen kulturellen Normen relativieren. Die Erkenntnis der Andersartigkeit des Fremden ist nur der erste Schritt; es sollte auch dahin kommen, dass die Unterschiede akzeptiert und respektiert werden. Vielleicht können am Ende Stärken und Schwächen der anderen Kultur bewusst unterschieden und Teilaspekte als Bereicherung für das eigene Denken und Handeln betrachtet werden.Bei dieser Zielsetzung muss es Aufgabe der Programmgestaltung sein, solche Lernprozesse anzuregen und zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler müssen entsprechend auf die Fahrt vorbereitet werden. Das bedeutet: Wenngleich ein solcher Katalog zunächst anspruchsvoll erscheint, zeigt doch die Erfahrung, dass der größere Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Austauschprogrammen genug Neugier und Bereitschaft mitbringt, sich auf Neues einzulassen, und dass angesichts einer solchen hohen Motivation diese Ziele recht rasch erreicht werden können.